Vereinstagung 2018

Abbildung: Bischof Theophil Wurm wird 1934 in Stuttgart von 400 Studenten beim Verlassen der Leonhardskirche gefeiert. Landeskirchliches Archiv Stuttgart, Bildersammlung Nr. 307. Fotograf: Karl Majer

Kirche im Dritten Reich: Forschungsstand - Forschungsperspektiven

 

Freitag, 12. Oktober 2018

im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart

 

Trotz intensiver Forschungen zur Geschichte der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus besteht noch immer Forschungs- und Klärungsbedarf in grundlegenden Fragen. Dies gilt auch mit Blick auf die evangelische Landeskirche in Württemberg. Das In-, Mit- und Gegeneinander der lutherisch geprägten, pietistisch überformten Landeskirche und nationalsozialistischer Diktatur erweist sich bei näherem Zusehen als weitaus vielschichtiger und komplexer als es die der eigenen Erinnerungskultur zugrunde gelegte Meistererzählung der „intakten Landeskirche“ suggeriert.

 

Zu diesem vertieften Verständnis einen Beitrag zu leisten, ist das zentrale Anliegen der Tagung. In ihrem ersten Teil widmet sie sich der Frage, wie sich die Landesbischöfe Badens, Bayerns und Württembergs als einflussreichste kirchenpolitischen Akteure im Dritten Reich positionierten; diesem überregional-vergleichenden Teil folgen mehrere Studien zu ausgewählten Aspekten der württembergischen Kirchengeschichte zwischen 1933 und 1946. Ein besonderes Anliegen der Organisatoren der Tagung war es, neben ausgewiesenen Experten auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern ein Forum zu bieten.

 

 

ORT

Lesesaal von Archiv und Zentralbibliothek der evangelischen Landeskirche in Württemberg

Balinger Str. 33/1

70567 Stuttgart-Möhringen

 

ANMELDUNG

bitte bis zum 8.10.2018

E-Mail: Ute.Rappdontospamme@gowaway.elk-wue.de

Tel. 0711-2149 212

 

INFORMATIONEN

www.verein.wuerttembergische-kirchengeschichte.de

 

Programm

Freitag, 12. Oktober 2018

10:00 –10:15 Uhr      

Begrüßung

           

10:15 – 11:00 Uhr                 

Der württembergische Landesbischof Theophil Wurm – zum Stand der Forschung

Siegfried Hermle

           

11:00 – 11:45 Uhr                 

Der bayerische Landesbischof Hans Meiser und der NS-Staat

Nora Andrea Schulze

           

11:45-12:30 Uhr        

Anpassung. Schweigen. Kampf. Die Ambivalenzen des badischen Landesbischofs Julius Kühlewein im Dritten Reich

Roland Löffler

           

12:30 – 14:00 Uhr                 

Mittagessen

           

14:00 – 14:45 Uhr                 

Dekane – eine kirchliche Funktionselite im Dritten Reich am Beispiel Württembergs

Norbert Haag

 

14:45 – 15:30 Uhr                 

Kirche im Fokus der Kritik: Wo trafen sich die Deutschen Christen und die Sozietät?

Jürgen Kampmann

           

15:30 – 16:45 Uhr                 

Kaffeepause

 

Mitgliederversammlung

des Vereins für Württembergische Kirchengeschichte

                       

16:45 – 17:30 Uhr                 

Die Evangelische Kirchengemeinde Sulz am Neckar in der Zeit des Nationalsozialismus

Steffen Kläger-Lißmann

           

17:30 – 18:15 Uhr     

Fallstudie: Die Evangelische Jugend Württembergs und das Evangelische Jugendwerk und der Nationalsozialismus bis zum Einigungsvertrag von 1933/1934.

Carmen Götz

           

18:15 – 19:00 Uhr                 

Der Tübinger Theologe Gerhard Kittel und seine Rechtfertigung „Meine Verteidigung“ von 1946

Manfred Gailus

                       

19:00 Uhr       

Empfang